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[Gedanken] Was eine einfache Schreibübung auslösen kann
Veröffentlicht am: 14. November 2014

Hallöchen da draußen!
 
Es ist echt Wahnsinn! Gestern habe ich etwas erlebt, was ich nie für möglich gehalten hätte.
Viele von euch dürften inzwischen wissen, dass ich gerade an einem größeren Schreibprojekt arbeite. Damit habe ich 2011 im Rahmen des NaNoWriMo begonnen und seitdem aber nicht mehr angerührt. Durch Zufall bin ich darauf wieder gestoßen und habe mir gedach: Och ja, warum eigentlich nicht weiterschreiben? In meinen Videoschreibtagebüchern hatte ich davon auch bereits berichtet.
 
Gestern Morgen, ungefähr zur gleichen Zeit wie jetzt, kam dann das einschneidende Erlebnis.
Ich hatte schon die letzten Tage nicht gewusst, wie ich weiterschreiben sollte. Mir fehlten Schlüsselszenen und die Spannung hat sich auch noch irgendwo versteckt. Meine Motivation musste also ordentlich in den Popo getreten werden, um überhaupt die Augen zu öffnen.
Als ich gestern Morgen jedoch eine Schreibübung in einem Forum fand - ganz brandaktuell und sehr inspirierend -, sollte dieser Morgen anders verlaufen als alle bisherigen.
Es ging darum, dass man eine Szene aus drei Sichtweisen schreibt. Kein Problem, dachte ich mir, das bekomme ich hin. Zusätzlich kam mir die Idee, dass ich diese Übungsszene doch gleich in mein Projekt einbinden kann.
Gesagt, getan, habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Aber einfach nur eine Szene zu schreiben, die dann irgendwann eingebunden wird, war irgendwie nichts für mich. Also überlegte ich, was vom jetzten Stand der Geschichte bis zu dieser Szene passieren musste. Und schon begann eine wahre Schreibwut. Weil genaues Aufschreiben aber zeitmangelmäßig nicht geklappt hätte und meine Gedanken förmlich übersprudelten, habe ich alles, was passieren sollte, geplottet.
Doch nach dieser Szene hörte mein Kopf einfach nicht auf, mit neuen Einfällen um sich zu werfen. Leider musste ich dann jedoch los und KONNTE demnach nicht weiterschreiben. Aber kaum war die nächste Gelegenheit da, schnappte ich mir Block und Stift und schrieb und schrieb. Nach etwas mehr als zwei DIN A4-Seiten (eigentlich nur zwei, aber ich habe den Rand auch noch etwas "bekritzelt") hatte ich die Geschichte tatsächlich bis zum Ende fertiggeplottet. Wahnsinn!
Klar, einiges Vorheriges muss nun noch einmal umgeschrieben werden, aber das war mir ja von Anfang an klar und daher absolut kein Problem. Denn der rote Faden bleibt (diesmal) wenigstens der gleiche, sodass mir eigentlich nicht wieder 10.000 Wörter verlorengehen sollten.
 
Als ich dann endlich wieder zu Hause war, wollte ich ursprünglich einfach alles in die Datei tippen - weiterschreiben, weiterschreiben. Aber ganz so simpel war es letztendlich leider doch nicht. Ich musste noch ein paar andere Dinge erledigen und irgendwie fand ich nicht den richtigen Anfang. Auch zwischendurch hakte es hin und wieder. Aber im Großen und Ganzen bin ich schließlich doch ganz gut vorangekommen: 2.077 Wörter haben meine Geschichte bereichert. Ganze 192 Buchseiten umfasst sie nun bisher.
Aber es liegt dennoch ein Stückchen Weg vor mir. Mein Ziel ist es ja, am Wochenende (trotz Einkaufen am Freitag und Bowling am Samstag) die erste Rohfassung fertigzustellen. Ob ich das schaffe? Was meint ihr?
 
Achso, die Szene habe ich dann natürlich auch schon geschrieben und in das Forum gestellt. Anschließend habe ich aus den drei Sichtweisen jeweils die Passagen herausgenommen, die ich am besten fand und die Szene somit nicht dreimal erzählt, sondern nur einmal, aber alle drei Sichtweisen finden darin ihren Platz.
 
Wie es weitergeht, erfahrt ihr in meinem nächsten Gedanken-Post oder in meinem nächsten Schreibtagebuch-Video.
 
Man liest sich!
Aurora
 
Kategorie: Gedankenwelt | Tags: Gedankenwelt   schreiben                


Diana schrieb am 27. December 2014:

Hallo,

durch Anka ihre Veranstaltung bin ich auf deinen Blog gekommen und wollte dir einfach ein paar liebe Grüße da lassen.

LG Diana


PetrovaFire schrieb am 23. December 2014:

Hallöchen,

ich kenne dieses Problem beim Schreiben. Auf die Idee mit den 3 Perspektiven bin ich noch gar nicht kommen.
Schreibe an meiner eigenen Welt seit 1 1/2 Jahren, habe vor kurzem das Hauptprojekt aber auf Eis gelegt und mich einem Prequel gewidmet. Seit dem hab ich fast keine Schreibblockade mehr, vielleicht war es einfach nötig,

Liebe Grüße Sarah
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/


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